„Piraten“ an Somalias Küste – Schrecken der Meere oder neue (inoffizielle) Küstenwache?
Der derzeit vor dem Landegericht Hamburg stattfindende „Piratenprozess“ gegen zehn somalische Staatsbürger liefert den aktuellen Bezugspunkt der Veranstaltung. Ausgehend von diesem konkreten Fall, werden am 20. April kritische Fragen diskutiert:
* Welches sind die historischen Hintergründe der „Piraterie“ und wie ist sie mit der Geschichte Somalias, die auch eine Geschichte westlicher Militärinterventionen ist, verbunden?
* Auf welcher rechtlichen Grundlage steht der Hamburger Prozess eigentlich?
* Warum gewähren EU und NATO europäischen Reedereien kostenintensiven militärischen Schutz, wo diese ihre eigenen Schiffe unter „Billigflaggen“ auf See schicken, um in Europa keine Steuern zu zahlen?
* Welche ökonomischen und militärischen Ziele verfolgt die sog. „Internationale Gemeinschaft“ in Somalia?
* Und schließlich: Wie kann es sein, dass Fischbestände und Wasserqualität vor der Küste Somalias sich nachweisbar erholen, seit die Piraten dort als eine Art inoffizielle Coastguards agieren?
* Vor allem aber auch das Ausmaß der nuklearen, chemischen und sonstigen Abfälle, die vor der somalischen Küste entsorgt werden und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung.



































































































































































































