Schädel-Charite-Namibia-Genozid-Germany-2014-Human-Remains-Übergabe-Berlin-2014


Schädel-Charite-Namibia-Genozid-Germany-2014-Human-Remains-Übergabe-Berlin-2014

Schädel-Charite-Namibia-Genozid-Germany-2014-Human-Remains-Übergabe-Berlin-2014

The Black Community protests against exclusion from the ceremony with For Whites only Signs
Check the full report here: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.610349082384762.1073741931.214741891945485&type=3

For Whites Only?

Deutschland schließt Nachfahren Kolonisierter und kritische Öffentlichkeit von Rückgabe weiterer geraubter Gebeine an Namibia in Berliner Charité aus. 120 NGO fordern Entschuldigung und Wiedergutmachung für kolonialen Landraub und Genozid in Namibia. Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland verlangt Rückgabe aller in Afrika angeeigneten Gebeine und Kulturschätze.

Berlin, 5.3.2014

Der Zentralrat der Afrikanischen Gemeinde und das von 120 Organisationen unterstützte internationale NGO-Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“ protestieren energisch gegen Deutschlands gezielten Ausschluss der von Kolonialismus, Rassismus, Apartheid und Genozid besonders betroffenen Menschen afrikanischer Herkunft von der heutigen Rückgabezeremonie  für die entführten Gebeine ihrer Vorfahren.

So sind zum Entsetzen der Nachfahren keine Vertreter der vom Genozid (1904-08) in der ehemaligen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ am stärksten betroffenen Herero, Nama und San nach Berlin eingeladen worden, um die sterblichen Überreste ihrer ermordeten und zu rassistischen Forschungen nach Deutschland verschleppten Ahnen entgegenzunehmen.

Auch in Deutschland lebende Menschen afrikanischer Herkunft und Schwarze Menschen, die von der Botschaft der Republik Namibia als Vertreter bedeutender Nichtregierungsorganisationen zur Einladung vorgeschlagen wurden, blieben von der Teilnahme an der kurzfristig angesetzten Rückgabezeremonie in der Berliner Charité ausgeschlossen. Selbst einigen Pressevertretern wurde die Zulassung verwehrt.

Der Zentralrat und das NGO-Bündnis fordern die Bundesrepublik auf, sich ihrer historisch-politischen und moralisch-ethischen Verantwortung für den deutschen Kolonialrassismus nicht länger durch Methoden zu entziehen, die dessen Fortwirken bis in die Gegenwart bestätigen.

Der in Berlin lebende Herero Israel Kaunatjike, Vertreter des Bündnisses „Völkermord verjährt nicht!“, sagt: „Wenn ich als Herero vor der Tür stehen muss, während drinnen die Gebeine meiner ermordeten Vorfahren zurückgegeben werden, dann ist selbst unser Kampf gegen die Apartheid noch nicht beendet. Versöhnung kann es erst geben, wenn uns die Deutschen offiziell um Entschuldigung für den Völkermord gebeten und für das Land und das Vieh, das uns damals genommen wurde, entschädigt haben.“

Moctar Kamara, Vorsitzender des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde, fügt an: „Unser Ausschluss ist nicht hinnehmbar. Wir rufen Deutschlands Bevölkerung auf, mit uns gemeinsam Anteil zu nehmen und sich energisch für die Rückführung aller geraubten Gebeine und Kulturschätze nach Afrika einzusetzen.“

Hinterlasse einen Kommentar

Es gibt noch keine Kommentare.

Comments RSS TrackBack Identifier URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s