Afrika Wedding REMEMBERANCE Culture Afrikanisches Viertel WEDDING Erinnerungskultur Afrika Wedding Deutschland Black Berlin Postkolonial Dekolonial AFROTAK TV cyberNomads commUNITY promo


Afrikanisches Viertel Afrika im Wedding Einweihung der Informations, und Gedenktafel

FR, 8. Juni 17 Uhr, Otawistraße / Ecke Müllerstraße

Afrika Wedding REMEMBERANCE Culture Afrikanisches Viertel WEDDING Erinnerungskultur Afrika Deutschland Black Berlin Postkolonial Dekolonial

Afrika Wedding REMEMBERANCE Culture Afrikanisches Viertel WEDDING Erinnerungskultur Afrika Deutschland Black Berlin Postkolonial Dekolonial

Für ein Neues Afrikabild – Langsame Paradigmenwechsel/ Für eine Neue Erinnerungskultur

Im „Afrikanischen Viertel“ errichtet der Bezirk Berlin-Mitte eine Informations- und Gedenkstele.

Carl Hagenbeck plante vor dem Ersten Weltkrieg für den heutigen Volkspark Rehberge eine – seinem Hamburger Tierpark ähnliche – Anlage, in der er unter anderem Tiere aus den damaligen deutschen Kolonien auf dem afrikanischen Kontinent präsentieren wollte. Der Krieg verhinderte diese Pläne, aber die Straßennamen waren bereits vergeben, sodass sie bis heute existieren.

Kontroversen gibt es bis heute um die Namensgebung, beispielsweise um den Namen des Dauerkleingartenvereins Togo e. V. (Kurzform: Dauerkolonie Togo e.V.).

Die Verherrlichung der kolonialen Vergangenheit Deutschlands wird von Kritikern als diskriminerendes bis rassistiches Kolonial-Relikt gewertet. Afrikaner_innen und Schwarze Deutsche beklagen die immerwährende Einschreibung des kolonialen Gedankegutes in die Köpfe der Bewohner_innen. Sprache ist Handlung.

Und so hat der Bezirk Wedding 2011 die Einrichtung eines „postkolonialen Lern- und Gedenkortes“ beschlossen. Die heute einzuweihende Tafel soll ein erster Schritt zur Umgestaltung des größten deutschen Kolonialviertels sein. Die Tafel wird einen Text der Bezirksverordentenversammlung und einen gemeinsamen Text des Schwarzen und weissen Bündnisses (Adefra, AfricAvenir, Afrika-Rat, BER, Berlin Postkolonial, ISD) der  Nichtregierungsorganisationen präsentieren.

Zwei Perspektiven, die über die Geschichte des antikolonialen afrikanischen Widerstands, des deutschen Kolonialismus in Afrika und des in diesem Kontext zu verstehenden „Afrikanischen Viertels“ informieren.

Der Redner des NGO-Bündnisses Yonas Endrias vom Global African Congress wird zur Einweihung der Stele deutlich machen, dass die Bemühungen um einen solchen Erinnerungsort erst mit der Umbenennung von „Lüderitzstraße“, „Petersallee“ und  „Nachtigalplatz“ wirklich von Erfolg gekrönt sind. Die Umbenennung sollte zu Ehren von im Kampf gefallenen, durch deutschen Völkermord zu 100 000 Umgekommenen und der individuell getöteten afrikanischen Widerstandskämpfer_innen geschehen.

Damit die Topographie des Terrors endlich auch für Afrikaner_innen, Schwarze Deutsche und Angehörige der afrikanischen Diaspora – beispielsweise aus der Karibik – angemessen aufgearbeitet wird! Und, – eine einer aufgeklärten Gesellschaft angemessene Wohnkultur sich in der Architektur der Strassennamen-Geister materialisiert!.
Fr 8. Juni 17 Uhr
Enthüllung der Infotafel im Afrikanischen Viertel

Otawistraße / Ecke Müllerstraße
13351 Berlin / U-Bahn Rehberge

http://www.facebook.com/pages/AFRIKANISCHES-VIERTEL/267144267748

Afrikanische Straße, Damarastraße, Dualastraße, Ghanastraße, Guineastraße, Kameruner Straße, Kongostraße, Lüderitzstraße, Mohasistraße, Otawistraße, Petersallee, Sambesistraße, Sansibarstraße, Senegalstraße, Swakopmunder Straße, Tangastraße, Togostraße, Transvaalstraße, Ugandastraße, Usambarastraße und Windhuker Straße sowie der Nachtigalplatz (benannt nach Gustav Nachtigal, einem deutschen Afrikaforscher).

Das Afrikanische Viertel ist eine Ortslage im Berliner Ortsteil Wedding (Bezirk Mitte). Es wird durch die Müller- und Seestraße sowie den Volkspark Rehberge (mit Goethepark) und die Bezirksgrenze zum Bezirk Reinickendorf eingegrenzt. Folgende Straßen liegen im Viertel:

Afrikanische Straße, Damarastraße, Dualastraße, Ghanastraße, Guineastraße, Kameruner Straße, Kongostraße, Lüderitzstraße, Mohasistraße, Otawistraße, Petersallee, Sambesistraße, Sansibarstraße, Senegalstraße, Swakopmunder Straße, Tangastraße, Togostraße, Transvaalstraße, Ugandastraße, Usambarastraße und Windhuker Straße sowie der Nachtigalplatz (benannt nach Gustav Nachtigal, einem deutschen Afrikaforscher).

Hinterlasse einen Kommentar

Es gibt noch keine Kommentare.

Comments RSS TrackBack Identifier URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s